Dienstag, 22. Juni 2010

Die kürzeste Nacht des Jahres

Heute - oder mittlerweile schon gestern - war es mal wieder soweit: Der 21. Juni. Sommeranfang. Der längste Tag des Jahres. Anders gesagt: Momentan findet die kürzeste Nacht des Jahres statt.

Schon seit einigen Jahren habe ich mir vorgenommen, diese Nacht mal am Strand zu verbringen. Ohne Schlaf. Schließlich ist die Nacht doch so kurz. Ich möchte sehen, wie die Sonne untergeht. Und wie sie wieder aufgeht.

In den letzten Jahren spielte meist das Wetter nicht mit. Bei Regen macht das Ganze keinen Sinn. Übermäßig viele Wolken und Sturm sind auch nicht so toll. Heute Abend war das Wetter eigentlich ganz annehmbar. Aber alleine ist das dann vermutlich auch nicht so spannend.

Was soll's... In 365 Tagen ist ja schon wieder die kürzeste Nacht des Jahres.

Meta-Blogging²

Getrieben von den ganzen Katzen-Episoden dieser Tage kam ich grad mal wieder dazu, mir meine alten Einträge hier im Blog durchzulesen. Und ich muss sagen: Wow... Ich hatte tatsächlich mal ein Leben.

Wobei sich das Ganze auch recht zweischneidig gestaltet: Es ist toll, wenn man solche Gedankengänge festhalten kann. Ein Tagebuch. Öffentlich. Aber... Na und? Ich habe nichts zu verbergen. Sonderlich persönlich war das hier eh noch nie. Sollte und wird es auch nie sein. Trotzdem gehört immer doch eine gewisse Überwindung dazu, hier was zu verfassen. Aber der Grund dazu heißt nicht etwa Scham, sondern Faulheit.

Ich würde sehr gern sehr viel öfter hier was schreiben. Allein schon für mich, um mich dann Jahre später daran zu erinnern. So wie heute.

Ich habe in diesem Posting ein Verprechen gegeben, dass ich einen Jahresrückblick für 2009 liefern werde. Und nebenbei: Dieses Versprechen ging an niemanden, der sich hier vielleicht mal zufällig hin verirrt. Sondern an mich selbst. Denn dieses Jahr 2009 war ein Jahr großer persönlicher Veränderungen. Es blieb kaum ein Stein auf dem anderen. Aber als ich das Versprechen gab, ahnte ich noch nicht, was in den den nächsten Wochen alles passieren sollte... Es war keine schöne Zeit.

Warum schreib ich das hier gerade? So genau kann ich mir das selbst nicht erklären. Vielleicht, weil ich mir wünsche, dass ich mich öfter dazu durchringen kann, hier im Blog etwas zu veröffentlichen. Für mich. Um irgendwann mal erkennen zu können, dass ich auch heute durchaus ein Leben habe.

Den Gilbert habe ich in diesem Posting das erste Mal erwähnt. Heute ist er Realität - seit drei Tagen gibt es nun tatsächlich auch den Kater zum Namen. Vielleicht hätte ich die Zeit nutzen sollen, etwas über ihn zu schreiben. Denn das hatte ich eh vor. Seit drei Tagen. Aber ja, die olle Faulheit...

Wie gesagt, dieses Posting geht hauptsächlich an mich selber. Es ist toll, wenn man schöne Momente für sich festhalten kann. Selbst dann, wenn es öffentlich ist. Aber dann gibt man sich vielleicht wenigstens ein wenig Mühe. Ich wünschte, ich könnte diesbezüglich öfter über meinen eigenen Schatten springen.

Freitag, 30. April 2010

Löwenzahn

Dieser einsame Kamerad, der irgendwo in Lütten Klein auf einem Parkplatz wächst, rief bei mir vorhin recht wohlige Kindheitserinnerungen hervor...

Ja wie denn jetzt?!

Auch Penny hat sich ein wenig im Schilderwald verlaufen.

Getreu dem Motto "Weniger ist mehr" möchte man seinen Kunden offenbar ganz großen Service bieten: "Wir sind jetzt länger für Sie da, deswegen schließen wir früher!"


Donnerstag, 15. April 2010

Interessante Preispolitik

Bei Netto ist man offenbar der Ansicht, dass Ostersüßwaren wie gute Weine zu behandeln sind: Je länger sie reifen, desto wertvoller werden sie. Oder man besinnt sich einfach auf die Grundsätze der Marktwirtschaft: Angebot wird kleiner, also Preis rauf.

Wie auch immer. Auf jeden Fall hat mich dieser Aufsteller, der mir dort heute begegnet ist, durchaus ein wenig zum Schmunzeln gebracht.

Montag, 12. April 2010

Videothek gesucht!


Beschreibung: Klein, gelb-blau und theoretisch rund um die Uhr erreichbar.

Letzter bekannter Aufenthaltsort: Doberaner Str. 15 in Rostock.

Aber mal von Anfang an...

Bis vor ein paar Monaten war ich niemals Kunde einer Videothek. Doch schon seit ein paar Jahren fand ich eine Automaten-Videothek am Doberaner Platz recht reizvoll. Name: MovieMaxx 24. An sich eine feine Sache: Man kann die Filme online durchstöbern und reservieren, und die Abholung erfolgt ganz bequem und ganz automatisch: Karte rein, Filme raus. Rund um die Uhr. Wann immer man möchte. Und was mich letztendlich zusätzlich reizte: Es hingen dort Plakate aus, die diverse Blu-rays zeigten. Und da der Laden seit dem Umzug quasi um die Ecke ist und der HD-Fernseher um entsprechendes Material bettelt, lag es Nahe, sich dort endlich mal anzumelden. Das war Anfang des Jahres.

Was dann sehr schnell klar wurde: Blu-rays gab es dort nicht. In anderen Filialen der Kette schon, wie sich im Internet zeigte, aber Rostock war dafür vielleicht nicht fortschrittlich genug. Selbst das, was im System (vom Cover her) eine Blu-ray hätte sein sollen, entpuppte sich als DVD... Nun gut, man kann nicht alles haben... Immerhin gab es 5 Euro Guthaben zur Anmeldung (neben den Anmeldegebühren und dem Pfand für die Mitgliedskarte... Insgesamt hat der Spaß natürlich gekostet). Wenige Wochen später hab ich durch das Ausleihen zweier Filme auch immerhin ein Teil dieses Guthabens in Anspruch genommen.

Letzten Samstag dann wollte ich den nach wie vor recht ungewohnten Luxus mal wieder nutzen. Und den Rest meines Guthabens. Im Vorfeld war schon verwunderlich: Trotzdem ich mich nach einigem Überlegen an mein Passwort erinnert hab (die Entscheidung dazu war bei der Anmeldung damals nicht leicht - immerhin wurde ich aufgeklärt, dass dieses Passwort im Klartext in deren Datenbank gespeichert wird), konnte ich mich auf der Website nicht einloggen. Als ich dann wenig später vor dem Laden stand, war das nicht weiter verwunderlich: Er existiert schlicht und einfach nicht mehr. Zumindest nicht in Rostock. Die Schilder sind noch da, sämtliche Einrichtung nicht. Vielen Dank für den Service.

PS: Für sachdienliche Hinweise zum Verbleib der Videothek bin ich jedem dankbar. Zumal ich ja auch Pfand für die Mitgliedskarte bezahlt - und einen Vertrag unterschrieben - habe. Und da die Mitgliedschaft offenbar auch ortsgebunden war (die Anmeldung im Web führte automatisch zum Angebot in Rostock), ist es doch erstaunlich, dass man als Kunde nicht informiert wird. Auf der Website sucht man Rostock als Standort natürlich mittlerweile auch vergebens.

Mittwoch, 11. November 2009

Ja ja...

Die letzten 6 Jahre hatte ich in der Ziolkowskistraße einen gewissen Luxus: Direkt gegenüber meines Hauses befand sich auf der anderen Straßenseite ein Netto, den ich innerhalb einiger Sekunden erreichen konnte. Entsprechend spontan konnte ich meine Einkäufe erledigen.

Das ist seit dem Umzug leider vorbei. Es gibt nun diverse Läden, zwischen denen ich wählen kann; alle ähnlich weit weg, aber natürlich nicht zu vergleichen mit der Nähe von früher. Und da ich seit langem Discounter-Preise gewohnt bin, möchte man auch nicht woanders unbedingt mehr ausgeben. Deswegen sah mein Einkauf in einem Nicht-Discounter vor einigen Tagen folgendermaßen aus:


Und nein, ich möchte hier keine Schleichwerbung für die Handelsmarke einer Kölner Supermarktkette machen... Ich fand es einfach nur witzig.

Dienstag, 13. Oktober 2009

Hildegard

Vor ein paar Tagen ist eine neue Frau in mein Leben getreten. Ein wirklich bezauberndes junges Wesen. Man könnte fast sagen: Eine echte Diva. Sie stand am Freitag plötzlich vor mir, und ich wusste sofort: Mit ihr will ich mein Leben teilen. Und gestern war es endlich soweit. Ich sah sie wieder, und ich nahm sie direkt zu nach Haus. Hach, was ist das Leben schön...











Hmmmmm...? Was...???











Ääääähm....











Okay, okay, ich hör ja schon auf... Und nein, keine Angst: Ich bin natürlich immernoch mit Cindy zusammen. Und ja, bei uns ist alles in feinster Ordnung. Aber trotzdem hab ich mich gewissermaßen neu verliebt.

Wie das möglich ist? Nun, wer mich kennt, der weiß vermutlich, wie vernarrt ich in Katzen bin. Und dass es seit ewigen Zeiten ein Traum von mir ist, einen Stubentiger bei mir haben zu können. Allerdings war das für mich in meiner Einraumwohnung absolut undenkbar - auch wenn ich oft gehört habe, dass sowas kein Problem wäre. Trotzdem hätte ich das mir und so einem Tier niemals angetan.

Durch den Umzug hat sich allerdings alles grundlegend geändert. Und da ich Cindy schon vor zwei Jahren grundsätzlich dafür begeistern konnte - sie vertrat vorher doch eher die Meinung, dass Katzen sie nicht mögen würden -, waren wir uns sofort einig, dass in der neuen Wohnung auf jeden Fall auch eine Katze wohnen wird - irgendwann einmal. Dass das dann so schnell geht, hat allerdings niemand geahnt...

Eigentlich hatten wir vor, immer mal wieder - vielleicht einmal pro Woche - ins Tierheim zu schauen, bis wir dort eine junge Katze finden, die uns beide begeistert. Am Freitag kam mir nun spontan die Idee, das dann auch wirklich mal zu tun. Wir haben beide im Leben nicht damit gerechnet, sofort fündig zu werden. Außerdem wäre das ja auch irgendwie ziemlich bekloppt gewesen - schließlich sind wir erst 6 Tage zuvor umgezogen, und die Wohnung sieht noch entsprechend aus. Doch erstens kommt es anders, und zweitens sind die bekloppten Dinge im Leben doch oftmals die besten...

Tatsächlich gab es dort sogar zwei Kätzchen, die uns sehr gefielen. Jeder von uns hatte seine Favoritin. Allerdings sahen sich beide aber recht ähnlich und schienen ähnlich verschmust zu sein. Glücklicherweise war eine von beiden auch schon vorgemerkt, so dass sich die Entscheidung von allein ergab. Wir sagten also zu, dass wir gern die 6 Monate alte "Mimi" nehmen würden. Da sie wegen einer Impfung noch 3 Tage lang unter Beobachtung bleiben musste, durften wir sie erst am Montag abholen.

So hatten wir also am Wochenende die Zeit, alles zu beosrgen, was Katze so braucht. Dazu gehört natürlich auch ein richtiger Name. Und da "Mimi" laut Tierheim zwar sehr lieb und anhänglich, aber vor allem auch sehr launisch und zickig sein soll (die Pflegerinnen schienen eine Menge Respekt zu haben und erzählten turbulente Stories von den Untersuchungen), musste ihr neuer Name natürlich auch zum Charakter passen. Schließlich einigten wir uns auf Hildegard.

Und gestern war es schließlich soweit. Wir holten die wilde Hilde zu uns nach Hause. Und wir mussten feststellen, dass Hilde gar nicht so wild zu sein scheint. Zumindest im Vergleich zu einem gewissen Herrn Lehmann. Sie hat sich sogar in der Nacht zu uns ins Bett gelegt. Zwischen uns...

Hilde hat sich in dieser kurzen Zeit bereits erstaunlich gut eingelebt. Deswegen gibt es zu guter Letzt natürlich noch ein paar Schnappschüsse von unserem neuen Liebling, die heute nachmittag entstanden sind.

Darf ich vorstellen: Hildegard!













Ach ja... Hilde soll übrigens nicht lange allein bleiben. Langfristig soll noch ein Gilbert dazukommen. Wir müssen nur noch den passenden Kater zum Namen finden. Wünsche und Vorstellungen sind jedenfalls vorhanden. Wenn auch nicht ganz übereinstimmend...

Sonntag, 11. Oktober 2009

Huch, schon Oktober?!

Jaja, ich weiß... Mein letzter Post ist ganze 9 Monate her. Was ich ziemlich unglaublich finde, denn mittlerweile ist so viel passiert, dass mein Leben in fast allen Bereichen komplett umgekrempelt wurde. Nicht einmal das Bild da links hat noch übermäßig viel Ähnlichkeit mit mir. Denke ich zumindest. Und es mag vielleicht paradox klingen, aber gerade, weil in letzter Zeit so viel passiert ist, das hier noch nicht erwähnt wurde, habe ich schon vor einiger Zeit gedacht, dass es vielleicht besser wäre, erst am Ende des Jahres daüber zu berichten. Weil man das halt so macht. Als Jahresrückblick. So zwischendrin wär das doch ziemlich doof.

Jetzt ist aber doch irgendwie nochmal einiges anders. In zwei Tagen (oder mittlerweile richtiger: morgen) wird etwas passieren, dass mich irgendwie zu einer Distanzieung zu diesem merkwürdigen Vorsatz zwingt. Denn darüber möchte ich dann doch direkt berichten. Und nicht erst zum Jahresende. Worum es geht, werde ich jetzt allerdings noch nicht verraten. Und der Jahresrückblick wird natürlich trotzdem kommen. Irgendwann zum Jahresende. Auch, wenn das hier niemand mehr liest. Versprochen.

Dienstag, 20. Januar 2009

Gitarrespielen mit Wurstfingern





Ich habe sehr gelacht.
Und: Lehrreich ist es auch noch.
Na wenn das nichts ist...

Samstag, 3. Januar 2009

Prosit Neujahr!

Ich wünsche allen Lesern - egal ob absichtlich oder zufällig hier gelandet - ein frohes, erfolgreiches und vor allem gesundes Jahr 2009.

Wieder ist ein Jahr vergangen, und für mich persönlich war es ein schönes.

Aber egal, was war... 2009 wird eine Menge Veränderungen bringen... Das war auf jeden Fall mein letzter Jahreswechsel als Student - Zeit wird es ja. Noch hab ich keine Ahnung, wohin mich die Reise bringt... Die Diplomarbeit hat nach wie vor höchste Priorität, und weiter möchte ich einfach noch nicht denken - obwohl ich es wahrscheinlich sollte.

Da geht dann also Ende März ein großer Abschnitt meines Lebens zu Ende, der - nun ja - irgendwie etwas zu groß geworden ist... Ich hoffe, es gibt wenigstens ein Happy End. In diesem Sinne: Es bleibt noch viel zu tun!!!

Mittwoch, 24. Dezember 2008

Alle Jahre wieder...

Nun ist es also schon wieder soweit... Die Geschenke sind alle gekauft, gebastelt und eingepackt, bei VIelen wahrscheinlich schon verschenkt und wieder ausgepackt. Die Weihnachtsmärkte sind abgebaut, die Weihnachtsbäume aufgestellt und geschmückt - unser ist eben fertig geworden. Alle Jahre wieder - ganz genau das denke ich am Heiligabend in der letzten Zeit jedes Jahr von Neuem, vor allem, seit ich den Baum weitgehend allein schmücke. Auch gerade eben kam es mir so vor, als wäre das letzte Mal nicht viel länger als zwei Wochen her. Die Zeit ist schon was Merkwürdiges...

Aber ich muss auch sagen, dass ich dieses Mal durchaus in Weihnachtsstimmung bin - so sehr, wie lange nicht mehr.

Und so bleibt mir also nun nur noch eins zu sagen: Ich wünsche euch allen und euren Familien ein wunderschönes und besinnliches Weihnachtsfest im Kreise eurer Liebsten. Vergesst den Stress des Jahres für ein paar Tage und genießt die Athmosphäre, die dieses Fest - alle Jahre wieder - mit sich bringt.

Donnerstag, 18. Dezember 2008

Sven van Thom - Ich könnte weinen

Hier mal ein Lied, dass ich seit einigen Wochen einfach nur super schön finde... Überhaupt scheint das ganze Album Phantomschmerz sehr gelungen zu sein. Ich hoffe ja, dass ich es unterm Weihnachtsbaum finde... :)



Für die, denen der Name Sven van Thom gerade nichts sagt, sei noch erwähnt, dass sein Titel Trauriges Mädchen im Sommer viel von ProSieben in Trailern genutzt wurde und so auch recht bekannt geworden ist. Weiterhin ist Sven Rathke, wie er eigentlich heißt, auch Sänger der Gruppe Sofaplanet.

Donnerstag, 11. Dezember 2008

Der Weihnachtsmann ist ein Ossi

Auch wenn es schon ein etwas her ist möchte ich noch ein paar Worte und Fotos von der Weihnachtsmarkt-Eröffnung loswerden.

Wie jedes Jahr kam der Weihnachtsmann zusammen mit der Märchentante und den Märchenfiguren am Samstag vor 2 Wochen traditionell per Segelschiff nach Rostock. Die Fahrt vom Stadthafen zur Bühne auf dem neuen Markt wird dann alljährlich in einem anderen, ganz besonderen Fahrzeug absolviert, wobei stets bis zum Schluss streng geheim gehalten wird, um welches Gefährt es sich handelt. In diesem Jahr war es der längste Trabbi der Welt - so wie es sich halt für einen anständigen Ossi gehört! :) Die 13,1 Meter lange Rennpappe gehört dem Motorsportclub Ludwigslust und besitzt einen Eintrag im Guiness-Buch der Rekorde. Und er fuhr tatsächlich, auch wenn der Motor durchaus einige Startschwierigkeiten hatte.


PS: Was der Weihnachtsmann so in seiner Freizeit macht, das durfte ich mit den Jungs von proTon ja vor zwei Jahren hautnah erleben. Aber... Psssst!!!

Donnerstag, 20. November 2008

Zur aktuellen Situation von Hansa Rostock

Bei Hansa läuft ja momentan alles schief... Nach dem sensationellen 9:0 gegen Koblenz lief nichts mehr zusammen; aus den darauffolgenden 5 Spielen wurden ganze 2 Punkte geholt - der bisherige Tiefpunkt war die 0:6 Niederlage am Montag in Kaiserslautern. Ja genau: Kaiserslautern! Der Verein, der sein Spiel gegen Koblenz mit 5:0 verlor - und das nur einen Spieltag vor Hansas 9:0 gegen die TuS. So verrückt kann Fußball sein... Wurde damals aber in Rostock noch klar vom Aufstieg geredet, so stecken wir mittlerweile mitten im Abstiegskampf: Nur noch 2 Punkte beträgt der Abstand auf Wehen Wiesbaden und damit auf den Relegationsplatz für die dritte Liga. Hansa nur noch drittklassig? Das wäre sicher eine Katastrophe für die gesamte Region MV, denn trotz vieler negativer Schlagzeilen ist der Verein wahrscheinlich eines der wenigen bundesweit bekannten Aushängeschilder unseres Landes. Kein Wunder also, dass Veränderungen notwendig sind. Der erste Schritt dazu hieß Trainerentlassung: Am Montag vergangener Woche wurde Frank Pagelsdorf mit sofortiger Wirkung beurlaubt, Hansa-Urgestein Juri Schlünz wurde fast gegen seinen Willen zum Interims-Trainer ernannt.

Diese Ereignisse sowie die gesamte Situation an sich lösten natürlich rege Diskussionen unter den Fans aus. Nach stundenlanger Lektüre des offiziellen Hansa-Forums hab nun auch ich mich vorhin dazu durchgerungen, mal meinen Senf dazu zu geben. Das ist insofern erstaunlich, da ich doch eigentlich nie etwas in Foren schreibe - ich begnüge mich als fauler Mensch normalerweise mit Lesen der Dinge, die andere Leute von sich geben. Und da mein Post dort weit länger geworden ist, als beabsichtigt, hab ich mich entschlossen, ihn leicht abgewandelt einfach mal so auch hier rein zu stellen - wozu hat der Mensch schlißlich nen Blog...

Vorab möchte ich sagen, dass ich Frank Pagelsdorf ebenfalls wahnsinnig schätze. Er ist auch für mich Mr. Hansa Rostock, und als es sich vor Wochen abzeichnete, dass diese Ära vorbei gehen könnte, war ich schon ein wenig traurig. Dennoch bin ich ein absoluter Befürworter der Entlassung, und zwar aus den Gründen, die bereits genügend diskutiert wurden. Allein schon ein anderes Wort für Trainer, nämlich Fußall-Lehrer, bezeichnet doch die Rolle weit treffender: Sind Lehrer nicht Menschen, die irgendwo für die Leistung und Arbeitsweise ihrer Schüler (also der Mannschaft) verantwortlich sein sollten? Auch die Art des "Stoffes" (also die Spielweise) wird durch den Lehrer festgelegt, und diese sollte nicht unwichtig sein bei der Frage nach Sieg oder Niederlage. Sicher muss der Willen bei den Schülern vorhanden sein, aber dann ist es auch Aufgabe des Lehrers, diesen Willen heraus zu kitzeln, und zwar mit entsprechender Motivation. Im Endeffekt ist es halt das Miteinander, auf das es ankommt, und zwar ganz entscheident. Und wenn das nicht mehr funktioniert (aus welchen Gründen auch immer), sollte man was ändern. Da nützt es wenig, dass der Lehrer so super nett ist und perfekt zum Profil der Schule (dem Verein) passt, was nicht heißen muss, dass er auch zu den aktuellen Schülern passen muss (die er sich sogar irgendwo selber ausgesucht hat).

Aber worum es mir eigentlich geht: Mir ist etwas aufgefallen, das ich mal als kleinen Denkanstoß loswerden möchte. Natürlich gibt es jetzt zwei Lager, nämlich pro bzw. contra Trainer Pagelsdorf (das menschliche sei mal hintenan gestellt). Interessant finde ich aber gewisse Argumentationsweisen... Vor dem FCK-Spiel ging es oft darum, was denn der Trainer für die ganze Situation kann... Die einen vertreten genau meine Sichtweise (der Trainer hat die Verantwortung), die anderen sagen, der Trainer kann halt keine Tore schießen (dieser Meinung war ich vor Jahren übrigens auch immer, allerdings find ichs ein wenig zu naiv mittlerweile ). Ich kann aber durchaus beide Ansichten nachvollziehen. Jetzt allerdings kann man Folgendes beobachten: Die Pagelsdorf-Befürworter, die vor dem Spiel ganz vehement der Meinung waren, der Trainer steht ja nicht auf dem Platz, kann selbst also wenig ausrichten, argumentieren jetzt so: Mit Pagel wäre die Niederlage nicht so hoch ausgefallen. Darüber kann man sicherlich streiten, allerdings bedeutet das, dass sie Leistung vom Trainer abhängig gemacht wird. Aber hieß es vorher nicht, der Trainer kann allein so wenig dafür...? Dann müsste auch Schlünz (aka ein nicht vorhandener Pagelsdorf) allein wenig dafür können... (Abgesehen von der Aufstellung, die auch mir nicht passte - klar. Aber es fehlten eben auch sehr wichtige Spieler. Außerdem wären die Stimmen umso lauter gewesen, wenn keine Veränderungen stattgefunden hätten und man so verloren hätte...) Ich hoffe, meinen Gedanken kann man einigermaßen folgen. :)

Aber wo ich schon dabei bin, noch ein Wort zu Juri Schlünz... Er ist meiner Meinung nach wirklich der Einzige, der einem wirklich nur Leid tun kann. Er ist so dermaßen unglücklich als Unbeteiligter in die ganze Sache rein gerutscht, dass es schon was tragisch-komisches an sich hat. Jetzt von vielen abgestempelt als Trainer, der nicht will. Das ist sicher auch nicht falsch, aber was soll man auch verlangen?! Er hatte bis vor einer Woche rein nichts mit dieser Mannschaft zu tun. Er wurde gebeten, es zu machen, und natürlich macht er es - schon aus Liebe zu seinem Verein bleibt ihm auch kaum was anderes übrig. Er kann am wenigsten für die ganze Situation, und ist jetzt der, der sie nach außen verantworten muss. Und dafür hat er meinen höchsten Respekt. Deswegen find ich's auch sehr gut, dass er immer wieder seine Hoffnung betont, nicht zu lange diesen Posten innehaben zu müssen, schließlich ist das nur ehrlich und nachvollziehbar. Dass das nach außen nicht sehr professionell wirkt, ist klar - ein Trainer, der nicht wirklich zu seiner Mannschaft steht. Aber er wurde drum gebeten, und es ist ihm doch hoch anzurechnen, dass er Hansa nicht im Stich lässt. Was nicht heißen soll, dass ich mit der Art und Weise der Trainersuche einverstanden bin. (Das betrifft vor allem offizielle Infos des Vereins und die Repräsentation und Darstellung in der Öffentlichkeit - Stichwort Maronn im DSF... Ein zugeknöpftes Nervenbündel vor dem Herren...) Auf jeden Fall finde ich's schon sehr mutig, zu erwarten, dass sich eine Mannschaft in nur 6 Tagen um 180° drehen soll. Es sind immernoch die selben Menschen (!!!), die da auf dem Platz stehen. Und die Hauptprobleme sind ganz klar psychischer Natur - allem voran fehlendes Selbstvertrauen und Angst. Und das kriegst du nicht in ein paar Tagen raus aus so vielen Köpfen.

In diesem Sinne... Ich hoffe, am nächsten Montag gegen 1860 Müchen ist das Stadion ordentlich gefüllt. Denn das allerwichtigste ist meiner Meinung nach jetzt das, was Perry Bräutigam nach dem Kaiserslautern Spiel zu den Hansa-Fans vor Ort gesagt hat: Unsere Jungs brauchen uns jetzt mehr denn je!

Montag, 17. November 2008

Morgendliche Impressionen

Das ist ein kleiner Eindruck von dem, was sich heute morgen am Himmel abspielte. In Natura sah es allerdings ein wenig beeindruckender aus, als es die Bilder vermitteln können.

Mittwoch, 12. November 2008

Gott ist verheiratet und hat vier Töchter.

Die Überschrift ist ein Satz, den ich gerade bei Wikipedia gelesen habe. Das ist meiner Meinung nach ein schönes Beispiel dafür, wie Zitate ohne ihren Kontext doch teilweise recht bemerkenswert wirken können. Gewisse Printerzeugnisse wissen so etwas ja auch regelmäßig gekonnt zu gebrauchen.

Montag, 20. Oktober 2008

9:0! - Hansa total verrückt

Nun verfolge ich die (Miss-)Geschicke des F.C. Hansa Rostock schon seit Mitte der 90er Jahre, seit der Rückrunde der Saison 2006/2007 war ich bei jedem Heimspiel live dabei. Daher wäre ein Stadion-Besuch normalerweise vielleicht nicht wirklich einen Blog-Eintrag wert, zumal dieser doch bekanntermaßen in vielen Fällen eher frustrierend verläuft. Der Grund dafür ist oftmals, dass die Mannschaft selten in der Lage ist, ihre Chancen in Tore zu verwandeln.

Was die Hanseaten den 11.500 Fans allerdings gestern im Ostseestadion in der DKB-Arena gegen die TuS Koblenz geboten haben, war schon sensationell: Nachdem es wie so oft begann (Kern steht völlig frei vor'm gegnerischen Tor und trifft - nicht...), stand es bereits zur Halbzeit 3:0. Doch dabei sollte es nicht bleiben... Nach ein paar schwächeren Minuten zu Beginn der 2. Hälfte drehte Hansa richtig auf und schoss ein Tor nach dem anderen, was recht kuriose (und sicher auch einmalige) Begebenheiten möglich machte: Sieben Tore hatte Rostock bereits auf dem Konto, als Kevin Schindler in der 81. Minute zu einem Eckstoß anläuft. "8:0! 8:0! 8:0!" skandieren die Fans - und genau das folgte prompt. "Wünsch dir was" lässt grüßen... So ist es auch nicht verwunderlich, dass es später kein Problem für mich war, das letzte Tor zum grandiosen 9:0-Sieg ohne großes Warten in der Schlussminute mit dem Handy zu filmen. Direkt darauf pfiff Schiedsrichter Grudzinski das Spiel nahezu überpünklich ab. Vielleicht, um den Gästen eine noch größere Schmach zu ersparen. Aber schade eigentlich, eine 10 hätte sich auf der Anzeigetafel sicher auch ganz gut gemacht...


Zu erwähnen wäre vielleicht noch, dass Koblenz mit der selben Mannschaft begann, die am letzten Spieltag dem Tabellenführer Kaiserslautern mit 5:0 die erste Saisonniederlage bescherte; zudem besaß die TuS vor dem gestrigen Spiel mit bis dahin nur 6 Gegentoren in dieser Saison nach Freiburg die sicherste Abwehr der Liga. Für Hansa war es der höchste Sieg in einem Pflichtspiel seit August 1979 - damals hieß es 10:0 gegen den KKW Greifswald. Die Rostocker Fans konnten in den 4 Heimspielen dieser Saison nun schon 15 Tore bejubeln, davon allein 12 in den beiden letzten Spielen. Zum Vergleich: In der gesamten letztjährigen (Bundesliga-)Saison gelangen der Mannschaft gerade mal 17 Tore im eigenen Stadion.

Nach einer sehr kurzen Nacht waren Cindy und ich kaum motiviert, als wir gestern in's Stadion gingen. Wir waren einfach nur müde und eigentlich überhaupt nicht in Fußball-Stimmung, doch als Jahreskarten-Besitzer hat man nunmal alle zwei Wochen gewisse Pflichten. Und dieses grandiose Spiel hat uns natürlich für alles entschädigt; es wird sicher ein unvergessliches Erlebnis bleiben. Danke, Hansa!

Freitag, 17. Oktober 2008

Hossa, da bin ich wieder!

Nachdem ich eigentlich was für meine Diplomarbeit tun sollte und stattdessen wie so oft mehr oder weniger sinnvoll das ach so tolle WWN (WeltWeitNetz) besurfe, stelle ich mal wieder fest, dass mein Blog nach wie vor bei einigen Leuten verlinkt ist (selbst bei dem einen oder anderen, den ich noch gar nicht so lange kenne, nicht wahr, Anja?). Und das finde ich erstaunlich. Schließlich habe ich damals gerade sagenhafte 1 1/2 Monate lang mit dem Bloggen durchgehalten, und das ist nun schon über 2 Jahre her.

So bin ich nun also mittlerweile 2 Jahre älter (und 2 Jahre fauler). Aber vielleicht passiert hier ja demnächst mal wieder was. Immerhin hab ich mir jetzt extra die Mühe gemacht, mich an meine Login-Daten zu erinnern. Und ab und zu hab ja sogar ich was zu erzählen...

Freitag, 15. September 2006

Ein ganzes Vierteljahrhundert

Tja... Nun ist es also dann soweit... Ich bin 25 Jahre alt. Und fühle mich genauso wie vorher.Wer hätte das gedacht! Bin ja gespannt, wann und wie die Feierei aussehen wird... Bis jetzt ist irgendwie noch gar nix konkretes in Planung. gestern Abend ging es nur kurz ins ST, quasi zum Reinfeiern. Aber das hatte sich auch schnell erledigt. Nicht mal die Flasche Sekt hab ich mir geholt. Tja, wir werden halt alt. Also, in diesem Sinne: Happy Birthday to me!!! *sing*


Während des deprimierend kalten und nassen August hab ich mir irgendwann mal vorgenommen, dass ich dieses Jahr zumindest noch ein mal in die Ostsee will, um zu baden. Und eine Zeit lang hab ich auch nicht geglaubt, dass ich das noch schaffe. Aber - oh Wunder - es wurde tatsächlich nochmal Sommer. Das Problem ist nur, dass ich im Prinzip keine Zeit hab, um es auszunutzen. Aber ich bin trotzdem am Dienstag nach der Uni nach Warnemünde gefahren, und bin kurz vorm Sonnenuntergang nochmal für 10 Minuten ins Wasser gegangen. Da war dann doch zu merken, dass es nicht mehr wirklich Sommer ist. War aber trotzdem schön. Vor allem wegem dem Schauspiel am Himmel. Musste mich auch ziemlich beeilen, um noch ein paar Bilder machen zu können.